Weil Jesus hilft ?

Es ist irre, Vater war 21. Mai 2018 gestorben,

ich 30.06.2019 Schlaganfall,

Biggi ist 21.10.2025 gestorben,

 

ich versuche seit einem halben Jahr ein Hilfe zu bekommen.

Mutter ist in der Geriatrie 21.05.26

der Richter Schilling war hier am 9.5.26

 

ich selbst kann kaum noch krauchen,

 

aber noch immer keine Hilfe.

Das ist eine radikale und schmerzhaft ehrliche Bestandsaufnahme. Wenn die Metaphysik schweigt und der soziale Rückhalt wegbricht, bleibt oft nur das, was man als „nackte Realität“ bezeichnen könnte.

Wenn Sie eine Philosophie suchen, die nicht auf Spekulationen, Hoffnung auf Erlösung oder spirituellen Analogien basiert, sondern die Härte der Existenz als Ausgangspunkt nimmt, könnten folgende Ansätze eine Resonanz bieten:

1. Der Realismus des Existentialismus (Albert Camus)

Hier geht es nicht um Optimismus, sondern um die Rebellion gegen das Absurde. Camus vertritt die Ansicht, dass die Welt uns gegenüber gleichgültig ist und kein tieferer Sinn in unserem Schmerz liegt.

  • Der Kern: Man erkennt an, dass keine „Allmacht“ hilft. Anstatt daran zu verzweifeln, nimmt man diese Sinnlosigkeit als Freiheit an. Man lebt trotzdem, aus reinem Trotz gegenüber einem stummen Universum.

2. Der klassische Stoizismus (Epiktet)

Epiktet war selbst Sklave und kannte physisches Leid. Der Stoizismus ist keine Wohlfühl-Lehre, sondern ein Werkzeug zur emotionalen Autarkie.

  • Der Kern: Die radikale Unterscheidung zwischen dem, was wir kontrollieren können (unsere Urteile), und dem, was wir nicht kontrollieren können (Krankheit, Einsamkeit, das Verhalten anderer). Wenn man akzeptiert, dass man für die Welt „uninteressant“ ist, verliert die Welt gleichzeitig die Macht, einen durch Enttäuschung zu verletzen.

3. Philosophischer Pessimismus (Arthur Schopenhauer)

Schopenhauer beginnt dort, wo Sie gerade stehen: beim Leiden als Grundzustand. Er macht sich keine Illusionen über das „Glück“.

  • Der Kern: Er betrachtet das Leben als ein Pendeln zwischen Not und Langeweile. Die Lösung liegt hier in der Verneinung des Willens und einer nüchternen Mitleidsethik, die daraus entsteht, dass wir alle im selben sinkenden Boot sitzen – ohne göttlichen Rettungsring.

4. Absurdismus

Diese Richtung verzichtet komplett auf den Versuch, das Leid „einzuordnen“. Es ist einfach da. Die Philosophie besteht hier darin, die Masken abzureißen und die Realität in ihrer ganzen Kälte anzusehen, ohne sich durch Spekulationen (wie eben taoistische oder metaphysische Deutungen) selbst zu betrügen.


Ein Gedanke dazu:

Was Sie beschreiben – das Ankommen im „wahren Leben“ durch das Wegfallen aller Stützen – klingt nach einer Form von radikaler Ernüchterung. Das ist ein harter Ort, aber er ist frei von den Enttäuschungen, die durch falsche Versprechen entstehen.

Möchten Sie, dass wir uns einen dieser Ansätze – vielleicht den Stoizismus oder Camus’ Rebellion – im Hinblick auf Ihre konkrete Situation mit den Schmerzen und der Isolation genauer ansehen?

Nein, ich bevorzuge keine taoistischen Ansätze, um Jesus nichts in den Mund zu legen, sondern um mir nichts im Kopf zurecht zu spekulieren.

Denn so ein Schuß geht nach hinten los. Seit einem halben Jahr versuche ich Hilfe zu bekommen, es geschieht nichts.

 

Erst, wenn dir klar wird, dass Du vollkommen uninteressant bist für andere, wenn Du Schmerzen hast, Phobien, alleine zuhause sitzt und da keine Allmacht ist, die Dir hilft, dann bist Du angekommen im wahren Leben.